IMI-Aktuell 2013/085

Syrien: Rissige Kriegsachse?

von: 15. April 2013

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German-Foreign-Policy.com berichtet heute, der Premier- und Außenminister des Emirats Katar, Hamad bin Jassim bin Jabir al Thani, sei zu Gesprächen in Berlin eingetroffen. Das Emirat unterstütze die Aufständischen mit hohen Millionenbeträgen, bei dem Treffen werde es deshalb wohl auch darum gehen, die Aktivitäten dort zu koordinieren. Deutsche Geheimdienste mischten seit einige Zeit bereits mit: „Wie der Geheimdienstexperte Erich Schmidt-Eenboom bereits im Oktober 2012 berichtete, fänden längst ‚verschiedene Aktivitäten des BND gegen Syrien statt‘; der derzeitige BND-Präsident Gerhard Schindler sei ‚sehr risikofreudig‘, er bemühe sich, auf diese Weise ‚das verlorene Vertrauen bei den westlichen Partnerdiensten wegen der Zurückhaltung in Libyen zurückzugewinnen.‘“

Die Kooperation zwischen Deutschland und Katar könnte zudem auf eine Positionierung der Bundesregierung im Streit zwischen Katar und Saudi Arabien hindeuten, über die der Kurier (30.03.2013) berichtete: „In der Achse der Länder, die die syrischen Rebellen stark unterstützen (Saudi-Arabien, Katar, Türkei) tun sich Brüche auf. Beim Gipfel der Arabischen Liga in Doha soll es zum Schlagabtausch gekommen sein. Saudi-Arabien beschuldigt Katar, in Syrien eine Machtergreifung der Muslimbrüder und El-Kaida-naher Gruppen anzustreben. Katar konterte: Saudi-Arabien wolle die Revolution in Syrien hijacken.“ (jw)

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