IMI-Mitteilung

Kongress der Informationsstelle Militarisierung – kleine Programmänderungen

von: IMI | Veröffentlicht am: 12. November 2012

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IMI-Kongress am 17./18. November 2012 im Schlatterhaus, Österbergstrasse
2, Tübingen.
„Entdemokratisierung und Krieg – Kriegerische Demokratie“

Übernächstes Wochenende wird der mittlerweile 15. Kongress der Informationsstelle Militarisierung (IMI e.V.) in Tübingen stattfinden. Thema wird – sehr grob zusammengefasst – das Spannungsfeld zwischen aktuellen Formen der demokratischen Partizipation und Krieg sein.
Ausgehend von einer grundsätzlichen Unvereinbarkeit von Demokratie und Krieg soll zunächst dargestellt werden, wie sich die moderne Kriegführung auf verschiedene Weise einer öffentlichen Kontrolle zu entziehen sucht. Hierfür wird beispielhaft der sog. Krieg gegen die Drogen in Mexiko und der sog. Krieg gegen den Terror im Sahel dargestellt, weitere Beiträge beschäftigen sich mit dem zunehmenden Rückgriff auf Drohnen, Spezialeinheiten und Geheimdienste in der modernen Kriegführung und mit den verschiedenen Versuchen, in außenpolitischen Fragen die Kontrolle durch die Parlamente zu unterlaufen.
Auf der anderen Seite will sich der Kongress jedoch auch damit auseinandersetzen, dass gerade als besonders offen, demokratisch oder partizipativ geltende Formen der Öffentlichkeit und Kommunikation kriegsverherrlichende Positionen hervorbringen. „Gerade in Internetforen, aber auch in professionellen Kampagnen zivilgesellschaftlicher Organisationen wird oft besonders schnell einem bewaffneten Eingreifen das Wort geredet“, so Jürgen Wagner, geschäftsführender Vorstand der IMI. „Wir sind froh, dass wir mit Jörg Friedrich jemanden als Referenten gewinnen konnten, der sich intensiv mit der Rolle des Internets bei der Konstuktion von Wirklichkeit auseinandergesetzt hat“, so Wagner weiter. Ursprünglich war zu diesem Thema Florian Rötzer, Chefredakteur der Internetzeitung ‘Telepolis’ vorgesehen, der leider absagen musste.

Der Kongress beginnt am Freitagabend mit einer Auftaktveranstaltung in der Hausbar des selbstverwalteten Wohnprojekts Schellingstrasse 6. Hier gibt es Essen und Trinken und es werden einige Kampagnen vorgestellt, die mehr oder weniger deutlich und bewusst für eine bewaffnete Intervention warben.
Samstag und Sonntag findet der Kongress im Schlatterhaus, Österbergstrasse 2 statt. „Der Eintritt wird wie immer kostenlos sein und wir freuen uns auch über Interessierte, die nur zu einzelnen Vorträgen vorbeischauen“, so Wagner. Er rechne im Durchschnitt mit 60-80 Besucher_innen, es lägen auch bereits zahlreiche Anfragen für Übernachtungen vor von Leuten, die aus dem ganzen Bundesgebiet anreisen werden.

Programm und weitere Informationen unter:
http://www.imi-online.de/2012/10/30/imi-kongress-2012-17-18-november-entdemokratisierung-und-krieg-kriegerische-demokratie/

Für Rückfragen und Interviews stehen wir gerne zur Verfügung:
Informationsstelle Militarisierung
Mail: imi@imi-online.de
Telefon: 07071 49154

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