IMI-Standpunkt 2010/022

Artillerie für das „Wiederaufbauteam“


von: Arno Neuber | Veröffentlicht am: 23. Juni 2010

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Während sich General McChrystal zum Rapport bei US-Präsident Obama befindet und die Weltpresse darüber spekuliert, ob der ISAF-Kommandeur mit seinen Abfälligkeiten über die US-Regierung seine Ablösung provozieren wollte, um nicht das Scheitern in Afghanistan eingestehen zu müssen, meldet die Bundeswehr im Norden Feuerbereitschaft.

Drei „Panzerhaubitzen 2000“ sollen der Truppe in Kunduz „zusätzliche Handlungsoptionen“ eröffnen und das „Eskalationsspektrum“ erweitern, heißt es in einem Bericht auf der Website der Bundeswehr.

„Um 10:47 Uhr Ortszeit bebt die Erde in der Feuerstellung, Alpha feuert den ersten Schuss in Richtung Zielgelände. Die Artillerieeinsatzgruppe Kunduz beginnt ihr erstes Schießen in Afghanistan.“ Das Bundeswehrportal im Internet gefällt sich immer häufiger in der Rolle des Frontberichterstatters.

„Mit der Panzerhaubitze 2000 steht dem PRT jetzt das modernste Rohrwaffensystem der Welt zur Verfügung. Es kann sogar mit hoher Feuergeschwindigkeit bis zu fünf Geschosse mit unterschiedlichen Geschossflugbahnen so verschießen, dass diese gleichzeitig im Ziel einschlagen.“

PRT (Provincial Reconstruction Team) wird bei der Bundeswehr übrigens mit „Regionales Wiederaufbauteam“ übersetzt.

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