Quelle: Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. - www.imi-online.de

IMI-Kongress 8./9. November 2008

Kein Frieden mit der NATO!

IMI (26.10.2008)

Kongressbericht: http://www.imi-online.de/2008.php3?id=1844

Link zu aktuellen inhaltlichen Texten zu NATO: http://www.imi-online.de/2006.php3?id=1728

Datum: 8./9. November 2008

Ort: Schlatterhaus Tübingen, Österbergstraße 2

Plakat: http://www.imi-online.de/download/Kongress2008Plakat.pdf
Programm: http://www.imi-online.de/download/KongressFlyer08.pdf
Pressemitteilung: http://www.imi-online.de/download/IMI-Kongress-PM2008.pdf

Seit dem Ende des Kalten Krieges hat sich die NATO von einem – wenigstens formal – auf die Landesverteidigung ausgerichteten Bündnis in eine global agierende Interventions- und Besatzungsarmee verwandelt. Verschleiert hinter humanitären Motiven, geht die NATO zur Durchsetzung der Interessen ihrer Mitgliedstaaten immer aggressiver vor. In Europa hat sie bis an die Grenzen Russlands die Armeen nach ihren Vorgaben umstrukturiert und aufgerüstet. Das nach Moskau orientierte Jugoslawien hat sie bombardiert und einige verbleibende Kleinstaaten als Protektorate der EU-Herrschaft unterstellt. In Afghanistan führt sie eine aggressive Aufstandsbekämpfung durch, die zu immer mehr Gewalt und weniger Sicherheit für die Bevölkerung führt. Die NATO hat auch das Mittelmeer zum Kriegsgebiet gegen den internationalen Terrorismus erklärt und ihre Marine ist ständig vor der arabischen Halbinsel präsent. Mit dem Raketenabwehrschild in Polen und Tschechien befördert sie ein neues Wettrüsten und in Georgien riskiert das Bündnis einen neuen Kalten Krieg.

Deutschland ist Mitglied der NATO, verstrickt sich immer tiefer in den Krieg in Afghanistan und stellt dem Bündnis neben Soldaten auch wichtige Infrastruktur zur Verfügung: Zum Beispiel mit dem Flughafen Halle/Leipzig ein wichtiges Logistikdrehkreuz für die weltweiten Einsätze des Militärbündnisses, mit der NATO-Schule in Oberammergau und dem Marshall Center in Garmisch zentrale Einrichtungen zur strategischen Planung. Ganz Deutschland ist von einer NATO-Pipeline für Kerosin durchzogen und der Oberbefehlshaber der NATO ist in Stuttgart stationiert.

Die deutsche Stadt Kehl wird im Frühjahr 2009 zudem gemeinsam mit Straßburg Schauplatz der Feierlichkeiten zum 60jährigen Jubiläum der Allianz. Die Friedensbewegung und viele weitere Gruppen planen Massenproteste gegen die Feierlichkeiten, in deren Rahmen die NATO eventuell sogar ihr Neues Strategisches Konzept vorlegen und mit diesem eine weitere Forcierung ihrer aggressiven Expansionspolitik beschließen wird.
Der diesjährige Kongress der Informationsstelle Militarisierung soll zur Mobilisierung zu diesen Protesten beitragen und die Forderung nach der längst überfälligen Auflösung der NATO inhaltlich unterfüttern.

Vorveranstaltung am Freitag, 7.11.08:
Krieg ist Frieden: NATO-Propaganda rückwärts gelesen
Multimedialer Vortrag mit Volxküche ab 19:00 in der Hausbar der Schellingstrasse 6

Samstag, 8.11.2008:

12:00 Kongresseröffnung

12:30-14:00 Die Waffe des Westens – Strukturen und Strategien der NATO
(Tobias Pflüger)

14:30-16:00 Zivil-militärische Aufstandsbekämpfung in Afghanistan: Prototyp einer neuen NATO-Strategie
(Jürgen Wagner)

16:30-18:00 Die Kolonialpolitik der NATO auf dem Balkan
(Christoph Marischka)

19:30-21:00 Kameraden im Kaukasus: NATO und EU im Schulterschluss für eine neue Weltordnung
(Martin Hantke)

Sonntag, 9.11.2008

09:15-10:30 Kanonenboote und Piraten: Die NATO als Seemacht
(Claudia Haydt)

10:45-12:00 Schild und Schwert: Aggressive Atompolitik und Raketenabwehr der NATO
(Arno Neuber)

12:00-14:00 Lokale Einrichtungen für globale Kriege: Kein Friede mit der NATO in Deutschland
(mit Franz Iberl, Jens Rüggeberg, Tobias Pflüger und Mitgliedern des Regionalen Aktionsbündnisses gegen den NATO-Gipfel)

Ein Plakat und ein Programm zum diesjährigen Kongress der Informationsstelle können hier heruntergeladen werden:
Plakat: http://www.imi-online.de/download/Kongress2008Plakat.pdf
Programm: http://www.imi-online.de/download/KongressFlyer08.pdf

Der Kongress wird unterstützt von: Friedensplenum/Antikriegsbündnis Tübingen, Rosa Luxemburg Forum Baden-Württemberg, Jakob-Moneta-Stiftung, DFG-VK Tübingen und Attac Tübingen

Organisatorisches

Für Verpflegung zwischen den Pausen wird gesorgt. Auf Wunsch versuchen wir private Übernachtungsmöglichkeiten zu organisieren (Schlafsack erforderlich). Übernachtungsmöglichkeiten in Tübingen finden sich u.a. unter http://www.tuebingen-info.de/hotels/stamed.htm

Eine Kongressgebühr wird nicht erhoben, über Spenden zur Finanzierung des Kongresses freuen wir uns natürlich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme an einzelnen Vorträgen und Veranstaltungen ist selbstverständlich möglich.

Anfahrt mit dem Zug:
Über Stuttgart oder Horb. In Tübingen zu Fuß vom Bahnhof über die Neckarbrücke geradeaus die Mühlstrasse hinauf bis zur KSK/Deutschen Bank, dort scharf rechts (ca. 10 Minuten).

Anfahrt mit dem Auto:
Über die B 27 (Stuttgart bzw. Hechingen) oder die B 28 (Reutlingen bzw. A 81). In Tübingen dann am Besten in einem der Parkhäuser in der Innenstadt (sind ausgeschildert) oder etwas außerhalb der Innenstadt parken.

Die Vorveranstaltung am Freitagabend findet in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs statt. Für Verpflegung ist auch hier gesorgt.

Wer weitere Informationen zum Kongress haben möchte, kann sich gerne im IMI-Büro melden: 07071-49154, hier können auch Plakate und Flyer bestellt werden.

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Quelle: Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. - www.imi-online.de