Pressebericht - in: Europa Radio 15.11.2006

Wahlen im Kongo – EU-Einsatz mit zweifelhaftem Resultat

Radiointerview mit Christoph Marischka von der Informationsstelle Militarisierung (IMI)

von: Radiointerview/Michael Liebler/Europa Radio | Veröffentlicht am: 17. November 2006

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Michael Liebler

Im Kongo sind die Stimmen nach der Stichwahl nun weitgehend ausgezählt. Und der Wahlsieger heißt Joseph Kabila. Das sagt die Unabhängige Wahlkommission (CEI) und errechnete fast 60 Prozent für den Inhaber des Präsidentenamtes. Die Partei Jean-Pierre Bembas seines stärksten Rivalen freilich kam – per eigener Zählung – auf 52,5% für Bemba und bezweifelt die Unabhängigkeit der Wahlkommission. Dies könnte die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Demokratischen Republik Kongo erneut anheizen.

Die Entsendung der EUFOR-Truppen sollte, so die Begründung für die EU-Entscheidung, den friedlichen Verlauf der Wahlen absichern. Doch nicht nur Anhänger Bembas warfen der EU und der Internationalen Gemeinschaft vor, eigene Ziele zu verfolgen und den amtierenden Präsidenten Kabila zu begünstigen.

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Nicht von der Hand zu weisen, meint Christoph Marischka, Mitarbeiter der Informationsstelle Militarisierung in Tübingen.

Ein Kongress der Informationsstelle am Wochenende unter dem Titel „Staat im Krieg – Krieg im Staat“ befasst sich mit den Hintergründen globaler Militärpolitik und kritisiert auch scheinbar dem Frieden dienenden Militäreinsätze, wie denen in Afghanistan und in Kongo.

Mit Christoph Marischka sprach Michael Liebler über die aktuelle Situation in der Demokratischen Republik Kongo.

zum Interview:
http://urlzip.de/385

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