Pressebericht in: Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung, 24.04.2006

„Atomkraft ist nicht beherrschbar“


von: Pressebericht / Dokumentation | Veröffentlicht am: 25. April 2006

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Kirchheim/Neckar (gös) – Rund 300 Atomkraftgegner demonstrierten am 20. Jahrestag des Reaktorunglücks von Tschernobyl für den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie. Vom Bahnhof in Kirchheim/Neckar marschierten sie am Sonntag mit Transparenten zum benachbarten Kernkraftwerk Neckarwestheim. „Bei der Katastrophe in Tschernobyl erlebten die Menschen vor 20 Jahren, dass Atomkraft nicht beherrschbar ist“, sagte Tobias Pflüger von der Informationsstelle Militarisierung Tübingen.

Die rot-grüne Bundesregierung sei nicht aus der Atomwirtschaft ausgestiegen, sie habe den Bestand gegenwärtiger Kernkraftwerke gesichert. Auch die Europäische Union wolle die Energieversorgung durch Atomkraftwerke sichern. Pflüger: „Deshalb fordern wir den sofortigen Ausstieg aus dieser Technologie und weltweit die Abschaffung aller Kernwaffen.“ Der russische Kernkraftgegner Oleg Bodrov, Gast der Veranstaltung, war früher als Physiker zuständig für die Reaktoren russischer Atom-U-Boote. „Atomkraft ist gefährlich“, sagt er, „mittlerweile träumt der Iran davon, mit russischer Hilfe die Atombombe zu bauen.“

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