IMI-Studie 2003/05, ISSN 1611-2571

Irak

Die neue Phase des Krieges

von: Joachim Guilliard | Veröffentlicht am: 11. November 2003

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Ende September hatte die CIA ihre Nachforschungen nach irakischen Massenvernichtungswaffen ergebnislos beendet – von den untrüglichen Beweisen mit denen die US-Regierung ihren Krieg gerechtfertigt hatten, keine Spur. Auf der anderen Seite war auch vom „Wiederaufbau“ und der versprochenen Demokratie nichts zu se-hen. Auch Monate nach dem offiziellen Ende der Hauptkampfhandlungen hatte sich an der katastrophalen Versorgungslage im Lande nichts grundlegendes geändert. Dafür sahen sich die Besatzungstruppen mit einem immer stärkerem und organisier-terem Widerstand konfrontiert, der tägliche Verluste forderte.
Doch kam diese Situation für die Strategen der Bush-Regierung tatsächlich so unerwartet wie es scheint? Welche Optionen bleiben ihnen, um wesentliche Kriegsziele weiter zu verfolgen. Wie stehen die Chancen der europäischen Kriegsgegner, doch noch – formal über eine stärkere Rolle der UNO – eine größere Mitsprache und wirtschaftliche Beteiligung bei der Neuordnung des Iraks zu erhalten? Oder wird am Ende – in einer neuen Phase des Krieges – anstelle einer „Rekonstruktion“ des Landes, wenn auch unter neoliberalem Vorzeichen, die fortgesetzte Dekonstruktion stehen?

Der Autor lebt in Heidelberg, studierte Physik und ist als Statistiker und
Softwareberater tätig. Er ist Verfasser zahlreicher Fachartikel zum Thema Irak und Mither-ausgeber mehrerer Bücher.

Neueste Buchveröffentlichung: Guilliard/Göbel/Schiffmann (Hg.): Der Irak – ein befreites Land? (Köln, PapyRossa Verlag, 2003), EUR 14,90, ISBN 3-89438-270-8.
Die vorliegende Studie „Irak – Die neue Phase des Krieges“ erscheint in
gekürzter Fassung in diesem Buch.

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