Pressebericht / in: Westfalenpost, 15.07.2003

Demonstrationszug umkreist Gelöbnisfeier

Das öffentliche Bundeswehr-Gelöbnis auf dem Schlossplatz am 25. Juli will die Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Friedensbewegung (AGSF) mit Protesten begleiten.

von: mk / Westfalenpost / Lokalausgabe / Siegen | Veröffentlicht am: 18. Juli 2003

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Siegen. (mk) Das öffentliche Bundeswehr-Gelöbnis auf dem Schlossplatz am 25. Juli will die Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Friedensbewegung (AGSF) mit Protesten begleiten. Um 15 Uhr, eine halbe Stunde bevor das Gelöbnis beginnt, soll sich am Sparkassen-Vorplatz ein Demonstrationszug in Gang setzen, der den Platz umkreisen wird – zu nahe darf er ihm allerdings nicht kommen.

An Bahnhof und Reichwalds Ecke vorbei verläuft die Route durch die Kölner Straße, die Löhrtorstraße und den Obergraben. Eine Abschlusskundgebung soll entweder auf dem Sparkassen-Vorplatz oder der Siegplatte stattfinden. Der Friedensaktivist Tobias Pflüger wird unter anderem sprechen, zudem sollen Musikbands auftreten.

Eigentlich hätte die AGSF die Kundgebung – wie noch bei den Protesten bei dem letzten Gelöbnis in Siegen 1998 – lieber auf dem Kornmarkt veranstaltet, doch den bekommen sie nicht: Der sei von der Bundeswehr belegt.

Friedlich verlaufen sollen die Proteste, die unter dem Motto „Gelöbnis versenken“ stehen. „Wir sind alles Gruppen, die sich der Gewaltfreiheit verpflichtet haben“, sagt Bernhard Nolz vom Zentrum für Friedenskultur. „Wir wissen allerdings nicht, was andere machen.“ Große Auflagen haben die Behörden bislang noch nicht gemacht. Der Demonstrationszug dürfe nur nicht in der Nähe des Schlossplatzes anhalten, sagt Marvi Diek von der „Amiga Gruppe“ Siegen. Und der Lautsprecherwagen solle die Bundeswehrkapelle nicht übertönen.

Mit einem großen Ansturm von Demonstranten rechnen die Veranstalter nicht: 150 Personen wurden angemeldet. Bei den 1998er-Protesten waren noch weit über 1000 Menschen auf der Straße.

Eingeschossen haben sich die Friedensbewegten auf Landrat Paul Breuer und Bürgermeister Ulf Stötzel: Das Gelöbnis sei eine Verschwendung von Steuergeldern, während die Zuschüsse für die Gruppen, die sich um Friedensarbeit bemühten, in Siegen gestrichen worden seien.

http://www.archiv.westfalenpost.de/main_mappe2.asp?file=9&docid=00436517&verid=001

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