Informationsstelle Militarisierung (IMI) - 2003
 


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10.1.2003


Dokumentation / Aktion


Kein weiterer Krieg gegen den Irak!


Aufruf zur Demonstration in Tübingen am 18.01.2003


Am 17.1.1991 begann der letzte Golfkrieg. Das seit 11 Jahren andauernde Embargo gegen den Irak hat nicht die grausame Diktatur geschwächt, sondern zeigt verheerende Folgen für die Zivilbevölkerung: mehr als 1 Million Todesopfer, Armut, Unterernährung, mangelhafte medizinische Versorgung und Bildung, nachhaltige Umweltschäden. Der Irak ist heute ein zerstörtes Land. Ein weiterer völkerrechtswidriger Militärschlag würde die Situation für die Zivilbevölkerung noch unerträglicher machen. Es ist mit Millionen von Flüchtlingen zu rechnen, mit Tausenden von Toten und einer gefährlichen Destablisierung des Nahen und Mittleren Ostens. Dieser Krieg wird von der US-Regierung aus ökonomischen und strategischen Gründen geplant und vorbereitet; dabei gibt es bis heute keine tragfähige Vision für eine Zeit nach Saddam Hussein. Wir wollen den Jahrestag des letzten Golfkriegs nutzen:

Wir sagen NEIN zu einem neuerlichen Krieg!

Gleichzeitig hält sich die Bundesregierung offen, wie sie im Vorsitz des Weltsicherheitsrates entscheiden wird. Außenminister Fischer hat eine Zustimmung Deutschlands zu diesem grundgesetzwidrigen Angriffskrieg nicht mehr ausgeschlossen. Dies ungeachtet der Wahlversprechen von Bundeskanzler Schröder, mit denen er sich am zahlreiche Stimmen erkauft hat. Wir werden die Bundesregierung an ihre Versprechen erinnern:

Wir wollen keine Beteiligung Deutschlands an diesem Krieg!

Die nächsten Wochen werden entscheiden über Krieg und Frieden. Daher rufen wir auf zu einer

Demonstration gegen den Irak-Krieg
am Samstag, 18.1.2003

12.00 Uhr Auftakt vor dem DAI, Karlstr. 3
12.15 Uhr Demo zum Holzmarkt
13.00 Uhr Kundgebung auf dem Holzmarkt

Gleichzeitig werden an diesem Tag im Andenken an Martin Luther King in Washington und L.A. große Sternmärsche stattfinden. Wir wollen mit unserer Aktion auch der US-amerikanischen Friedensbewegung den Rücken stärken! Zeigen auch Sie: „Dieser Krieg wird nicht in meinem Namen geführt!“

Veranstalter: Friedensplenum/Antikriegsbündnis Tübingen e.V.

Das Friedensplenum trifft sich jeden Montag, 19 Uhr im Schlatterhaus, Österbergstr. 2, im Clubraum, 1.OG. Wer sich engagieren will, ist herzlich willkommen!

V.i.S.d.P.: Friedensplenum/Antikriegsbündnis Tübingen e.V., Lange Gasse 2, 72070 Tübingen, Tel. 07071/52200, www.friedensplenum-tuebingen.de


Friedensplenum / Antikriegsbündnis Tübingen





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